Wenn Du auf Deiner Website die geschätzte Lesezeit anzeigen lässt, gibst Du Deinen Leserinnen und Lesern gleich am Anfang ein gutes Gefühl: „Ah okay – das dauert nur 4 Minuten, das lese ich jetzt.“ Genau diese kleine Orientierung kann dafür sorgen, dass mehr Menschen wirklich dranbleiben.
In diesem Artikel zeige ich Dir drei bewährte Wege, wie Du die Lesezeit berechnen und sichtbar machen kannst:
- Mit einem WordPress Lesezeit Plugin (schnell eingerichtet)
- Mit dem Time to Read Block (direkt im Block-Editor, ab WordPress-Version 6.9)
- Mit einer schlanken Lösung für GeneratePress Lesezeit (Shortcode per Code Snippets)
Inhaltsverzeichnis
- 1 Warum sollte ich die Lesezeit anzeigen?
- 2 Wie kann ich die Lesezeit berechnen? (einfach erklärt)
- 3 Wie kann ich die Lesezeit in WordPress per Plugin anzeigen?
- 4 Wie nutze ich den Time to Read Block im Block-Editor?
- 5 Wie zeige ich die GeneratePress Lesezeit ohne zusätzliches Lesezeit-Plugin an?
- 6 Häufige Fragen (FAQ)
- 6.1 Wie genau ist „Lesezeit berechnen“ wirklich?
- 6.2 Sollte ich die Lesezeit anzeigen oder lieber weglassen?
- 6.3 Was ist besser: WordPress Lesezeit Plugin oder Time to Read Block?
- 6.4 Funktioniert das auch mit Page Buildern?
- 6.5 Kann ich die Lesezeit nur bei Beiträgen anzeigen (nicht bei Seiten)?
- 6.6 Wie platziere ich die GeneratePress Lesezeit „richtig“, ohne dass es komisch aussieht?
- 7 Fazit
Warum sollte ich die Lesezeit anzeigen?
Ganz ehrlich: Viele Menschen entscheiden in den ersten Sekunden, ob sie einen Beitrag lesen. Wenn sie sehen, dass es z. B. „3 Minuten“ sind, wirkt der Artikel automatisch zugänglicher.
Das bringt Dir typischerweise:
- Mehr Klarheit: Leser wissen sofort, wie lang es ungefähr dauert.
- Weniger Absprünge: Gerade bei längeren Artikeln bleiben mehr Leute dran.
- Mehr Struktur: In Kombination mit Zwischenüberschriften wirkt der Beitrag „aufgeräumter“.
Kleiner Bonus: Die Lesezeit passt super zu Anleitungen, Listenartikeln und FAQs – also genau zu Content, den Suchmaschinen und generative KI gut verarbeiten können.
Wie kann ich die Lesezeit berechnen? (einfach erklärt)
Die Grundlage ist simpel: Du nimmst die Anzahl der Wörter und teilst sie durch eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit.
Faustregel:
- Viele nutzen 250 Wörter pro Minute als Standard.
Formel:
Lesezeit = Wörter ÷ 250 (auf volle Minuten aufrunden)
Wie rechne ich Bilder in die Lesezeit ein?
Wenn Du viele Screenshots oder Grafiken nutzt, ist es fair, etwas Zeit für Bilder einzukalkulieren.
Praktischer Ansatz (leicht verständlich):
- Pro Bild ca. 10–12 Sekunden addieren
So wird Deine Anzeige realistischer – besonders bei Tutorials.
Wie kann ich die Lesezeit in WordPress per Plugin anzeigen?
Wenn Du es möglichst schnell umsetzen willst, ist ein WordPress Lesezeit Plugin die einfachste Lösung. Du installierst es, aktivierst es, stellst 2–3 Optionen ein – fertig.
Option 1: Reading Time WP
Dieses Plugin macht genau das, was es soll: Es berechnet die geschätzte Lesezeit und kann sie automatisch anzeigen oder per Shortcode ausgeben.
So richtest Du es ein:
- Plugins → Installieren
- Nach Reading Time WP suchen und installieren
- Aktivieren
- Einstellungen öffnen (meist unter Einstellungen → Reading Time WP)
- Entscheiden:
- Automatisch vor dem Inhalt anzeigen oder
- Shortcode manuell platzieren
Typische Shortcode-Nutzung:
Wenn Du die Lesezeit an einer bestimmten Stelle im Beitrag anzeigen willst (z. B. unter der Überschrift), ist ein Shortcode ideal.
Nachteil:
Zum jetzigen Zeitpunkt wurde die letzte aktuelle Version 2.0.17 seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert.
Option 2: Read Meter (Lesezeit + Fortschrittsbalken)
Wenn Du neben der Lesezeit auch noch einen Fortschrittsbalken („Du bist bei 40%“) möchtest, ist Read Meter eine beliebte Alternative.
Typische Vorteile:
- Lesezeit + Fortschritt in einem
- Flexible Einstellungen
- Shortcode möglich
Wie nutze ich den Time to Read Block im Block-Editor?
Wenn Du möglichst wenig Plugins nutzen willst, ist der Time to Read Block eine sehr angenehme Lösung – weil Du ihn direkt im Editor einfügst.
So fügst Du den Block ein:
- Beitrag im Editor öffnen
- Auf das Plus (Block hinzufügen) klicken
- Nach Time to Read suchen
- Block einfügen (am besten nahe am Titel oder direkt unter den Meta-Infos)
Wann ist der Block besser als ein Plugin?
Der Block passt besonders gut, wenn Du:
- ein schlankes Setup willst,
- ohnehin viel im Block-Editor arbeitest,
- die Lesezeit pro Beitrag an einer festen Stelle platzieren möchtest.
Wie zeige ich die GeneratePress Lesezeit ohne zusätzliches Lesezeit-Plugin an?
Wenn Du GeneratePress nutzt und gerne alles „leichtgewichtig“ hältst, ist eine Shortcode-Lösung super. Du berechnest die Lesezeit einmal per Funktion und kannst sie dann überall einfügen.
Der Klassiker dafür ist das Plugin Code Snippets: Damit packst Du den Code sauber in ein Snippet, statt an der functions.php herumzubasteln.
Schritt 1: Shortcode-Funktion anlegen (mit Code Snippets)
- Code Snippets installieren und aktivieren
- Snippets → Neu hinzufügen
- Folgenden Code einfügen und aktivieren:
function tu_estimated_reading_time() {
$post = get_post();
if ( ! $post ) return '';
$content = $post->post_content;
$wpm = 250; // Wörter pro Minute
$clean_content = strip_shortcodes( $content );
$clean_content = wp_strip_all_tags( $clean_content );
$word_count = str_word_count( $clean_content );
$time = ceil( $word_count / $wpm );
return $time . ' min';
}
add_shortcode('reading-time', 'tu_estimated_reading_time');
Damit hast Du den Shortcode:
[reading-time]
Schritt 2: Shortcode im Beitrag einfügen
Du kannst jetzt einfach im Beitrag dort, wo die Lesezeit stehen soll, Folgendes einfügen:
[reading-time]
Typische Stellen:
- Direkt unter der Überschrift
- Unter dem Featured Image
- Oberhalb des Inhalts
Schritt 3: Shortcode per GeneratePress Hook platzieren (optional)
Wenn Du die Lesezeit automatisch an einer Stelle ausgeben willst, ist ein Hook/Element ideal (vor allem mit GeneratePress Premium).
Vorgehen (vereinfacht):
- Hook/Element anlegen
- Gewünschten Hook auswählen
- Shortcode ausgeben lassen
- Anzeigeregeln setzen (z. B. nur Beiträge)
Häufige Fragen (FAQ)
Wie genau ist „Lesezeit berechnen“ wirklich?
Es ist immer eine Schätzung. Für Blogartikel reicht sie völlig aus – vor allem, wenn Du eine realistische Wortzahl (z. B. 250 WPM) verwendest.
Sollte ich die Lesezeit anzeigen oder lieber weglassen?
Wenn Du Tutorials, Ratgeber oder längere Beiträge schreibst: anzeigen. Bei sehr kurzen News/Notizen kann es optional sein.
Was ist besser: WordPress Lesezeit Plugin oder Time to Read Block?
Wenn Du alles schnell und flexibel willst: Plugin.
Wenn Du möglichst wenig Plugins willst und im Block-Editor arbeitest: Time to Read Block.
Funktioniert das auch mit Page Buildern?
Ja. Viele Plugins bieten Shortcodes. Und Shortcodes funktionieren in der Regel auch in Page Buildern.
Kann ich die Lesezeit nur bei Beiträgen anzeigen (nicht bei Seiten)?
Ja, das ist fast immer möglich – entweder über Plugin-Optionen oder über Anzeigeregeln (Hooks/Elemente).
Wie platziere ich die GeneratePress Lesezeit „richtig“, ohne dass es komisch aussieht?
Am natürlichsten wirkt es meistens unter Titel/Meta oder unter dem Featured Image. Wichtig ist, dass es konsistent auf allen Beiträgen gleich ist.
Fazit
Wenn Du die geschätzte Lesezeit anzeigen möchtest, hast Du heute drei sehr pragmatische Wege:
- WordPress Lesezeit Plugin: schnell, bequem, viele Optionen
- Time to Read Block: direkt im Editor, ohne Extra-Plugin (ab WordPress-Version 6.9)
- GeneratePress Lesezeit: schlank per Shortcode, volle Kontrolle, wenig Ballast
So oder so: Eine gut sichtbare Lesezeit macht Deinen Content für Leser (und damit oft auch für Suchmaschinen) ein Stück greifbarer.

